Psychische Gesundheit: Warum Wissen und Zuhören Leben retten können

Psychische Gesundheit: Warum Wissen und Zuhören Leben retten können

Mentale Erste-Hilfe

In Deutschland ist fast jede dritte Person jährlich von einer psychischen Erkrankung betroffen – doch weniger als ein Fünftel nimmt professionelle Hilfe in Anspruch. Diese Kluft zwischen Bedarf und Versorgung ist alarmierend und zeigt deutlich: Wir müssen über psychische Gesundheit sprechen. Offener, informierter und frei von Scham.

Psychische Erkrankungen: Häufig, aber noch immer tabuisiert

Die häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland sind:

  • Angststörungen
  • Depressionen
  • Suchterkrankungen

Diese Erkenntnisse stammen aus den repräsentativen Gesundheitsstudien des Robert Koch-Instituts, zuletzt im Rahmen der DEGS1-Erhebung (2008–2011). Neuere Daten der Mental Health Surveillance (MHS) verdeutlichen, wie dringend das Thema weiterhin ist:

  • Rund 20 % der Menschen in Deutschland berichten über depressive Symptome
  • Etwa 12–15 % zeigen auffällige Angstsymptome
  • Nur 36 % bewerten ihre psychische Gesundheit als „sehr gut“ oder „ausgezeichnet“

Psychische Erkrankungen zählen zu den vier häufigsten Ursachen für den Verlust gesunder Lebensjahre – mit oft drastischen Folgen: Im Jahr 2022 nahmen sich etwa 10.100 Menschen in Deutschland das Leben. In bis zu 90 % der Fälle war eine psychische Erkrankung ursächlich beteiligt.

Was wir tun können? Entstigmatisieren – mit Wissen, Haltung und Handlung

Was hilft gegen die immer noch weit verbreitete Stigmatisierung psychischer Erkrankungen?
Wissen. Aufklärung. Hinschauen. Zuhören. Und: Handeln statt wegschauen.

Ein persönlicher Schritt in diese Richtung war für mich die Teilnahme am MHFA Ersthelfer-Kurs (Mental Health First Aid). An einem Wochenende vermittelte Angelika Seegers von Nussknacker e.V. (Hamburg) alltagstaugliches Wissen über psychische Krisen – und vor allem: Sicherheit im Umgang damit.

So wie bei medizinischen Erste-Hilfe-Kursen können auch „Ersthelfende für psychische Gesundheit“ im Alltag den entscheidenden Unterschied machen – ob im Freundeskreis, in der Familie oder im beruflichen Umfeld. Frühzeitiges Erkennen und Ansprechen kann helfen, Betroffene auf ihrem Weg in professionelle Hilfe zu begleiten.

Mein Beitrag als Systemische Beraterin

Als Systemische Beraterin begleite ich Menschen dabei, ihre psychische Gesundheit zu stärken – wertschätzend, ressourcenorientiert und auf Augenhöhe. Ob präventiv oder in einer akuten Belastungssituation: Sie es als ein Zeichen von Stärke, Dir Unterstützung zu holen.

Wenn du dich gerade belastet fühlst, eine Veränderung anstoßen möchtest oder einfach neugierig bist, wie systemische Beratung dir helfen kann – melde dich gern bei mir.

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Psychische Gesundheit geht uns alle an.
Und: Jeder Schritt in Richtung Offenheit zählt.

Quelle:
DGPPN-Factsheet (2024), basierend auf Daten des Robert Koch-Instituts: Link zum Factsheet

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