Mentale Gesundheit im Job: Reden statt Schweigen

Psychische Gesundheit ist kein „privates Problem“, das wir an der Bürotür abgeben sollten. Sie ist eine grundlegende Voraussetzung für gutes Miteinander, belastbare Teams und langfristige Arbeitsfähigkeit – auch (und gerade) im beruflichen Kontext. Und doch erleben viele Menschen Arbeitsumgebungen, in denen seelisches Wohlbefinden kein Thema ist. Warum? Aus Sorge vor Stigmatisierung, einem Karriereknick – oder schlicht vor Unverständnis.
Wenn Schweigen zur Belastung wird
In vielen Teams bleibt das Thema psychische Gesundheit ein Tabu. Dies äußert sich wie folgt:
- Du verschweigst, wie es dir wirklich geht.
- Du weißt nicht, wie du eine:n Kolleg:in auf eine Veränderung ansprechen sollst.
- Du hast das Gefühl: Gefühle haben hier keinen Platz.
Das große Schweigen im Meetingraum ist mehr als ein stilles Problem – es ist ein Risikofaktor. Für Einzelne. Für Teams. Für die gesamte Organisation.
Psychologische Sicherheit: Die Basis für echte Offenheit
An dieser Stelle möchte ich das Konzept der psychologischen Sicherheit erwähnen, geprägt von Harvard-Professorin Amy Edmondson. Sie beschreibt eine Teamkultur, in der offen gesprochen, gefragt, gezweifelt und zugegeben werden darf – ohne Angst vor negativen Konsequenzen.
Solche psychologisch sicheren Räume ermöglichen es auch, mentale Gesundheit offen zu thematisieren – ohne Scham, Bewertung und Zurückweisung.
Was Teams & Führung dafür brauchen:
- Achtsames Zuhören statt vorschneller Urteile
- Raum für Emotionen und Unsicherheit
- Humanistisch geprägte Führungskultur
- Wissen über psychische Gesundheit & Frühwarnzeichen
Wenn psychische Gesundheit so selbstverständlich thematisiert werden könnte wie z.B. Rückenschmerzen wäre viel gewonnen. Für Menschen. Für Organisationen. Für uns alle.
Ich setze mich ein – für mehr mentale Gesundheit am Arbeitsplatz
Als MHFA-Ersthelferin, systemische Beraterin (i.A.) und Mental Health Aktivistin (danke an Ute von Chamier für diesen treffenden Begriff) ist es mir ein persönliches Anliegen, dass wir psychische Gesundheit nicht länger tabuisiert, sondern integriert denken – in Führung, Teamarbeit und Unternehmenskultur.
Lass uns Räume schaffen, in denen Menschen sich mit all ihren Anteilen zeigen dürfen. Auch mit den verletzlichen. Wie ist das bei dir im Job? Fühlt sich psychisches Wohlbefinden (noch) wie ein Tabuthema an oder gibt es offene, sichere Räume für Austausch?
Wenn du in deinem Arbeitskontext etwas verändern willst – sei es in der Kommunikation, im Umgang mit Belastungen oder in der Führungskultur –, melde dich gern.
Ich begleite Teams, Führungskräfte und Einzelpersonen auf dem Weg zu mehr psychologischer Sicherheit und Miteinander im Job.
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